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Tsuba18

Tsuba mit Öffnungen für Kozuga und Kogai

Kogai (jap.笄), die sogenannte Schwertnadel, wurde im feudalen Japan oft zusammen mit dem Beimesser Kozuka am Schwert (Katana, Wakizashi oder Tachi) befestigt. Dazu dienten meist Öffnungen in der Tsuba (dem Stichblatt) des Schwertes, teilweise auch seitlich an der Saya (Schwertscheide) angebrachte Taschen.

Kogatana and kogai

Kogai (unten) , als Kombination mit Esstäbchen und Kozuka (oben)

Der genaue Verwendungszweck der Schwertnadel ist umstritten. Die wohl martialischste Erklärung lautet, dass der Samurai (Krieger) seinem Shōgun (Fürsten) oft die Köpfe der auf dem Schlachtfeld besiegten Gegner vorweisen musste. Die Kogai diente demnach als eine Art Nähnadel, um die abgetrennten Köpfe, aus denen oftmals Bundori (Kriegstrophäen) gemacht wurden, auf ein Stück Schnur aufzufädeln, denn jede direkte Berührung mit Toten wurde im Shintō als ein Beflecken der Seele angesehen. Von Kindesalter an wurde gelehrt, dass dies etwas schreckliches und unreines ist. Das Griffende der Kozuka ist oft auch entsprechend geformt oder mit einer Öse versehen, um eine Schnur daran zu befestigen. Einige Historiker sind auch der Meinung, die Schwertnadel könnte zum Hochstecken des Haares bzw. Befestigung des Haarknotens verwendet worden sein. Es gibt zudem Sonderformen der Kogai, die aus zwei Hälften bestanden und im Feld als Essstäbchen eingesetzt wurden.

Die Schwertnadel diente wohl am ehesten, wie eine bei uns gebräuchliche Ahle, dazu, die mit Seidenband verbundenen beweglichen Rüstungsteile oder die Wicklung des Schwertgriffs zu reparieren.

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